Intensivmaßnahmen

Was nicht funktioniert  hat, braucht man nicht weiter zu versuchen.

Nach unserer Erfahrung ist es manchmal nötig, die üblichen Wege zu verlassen und etwas Ungewöhnliches und Neues zu wagen.

Jugendliche, die sich innerhalb anderer Maßnahmen (bei uns oder woanders) in einer Entwicklungskrise befinden, nicht mehr richtig "hineinzupassen" scheinen, über alle Stränge schlagen oder in ihrer Entwicklung stillstehen, fordern uns heraus. Wenn herkömmliche Verfahrensweisen und Interventionen innerhalb der bestehenden Maßnahmen und Betreuungsrahmen nichts (mehr) zu nützen scheinen, versuchen wir, gemeinsam den Maßnahmenrahmen zu verändern und an den bestehenden Förderbedarf anzupassen.

Es ist dabei unser Ziel, den Abbruch von bestehenden Beziehungen und den Integrationsbruch der gewachsenen Lebenswelt zu vermeiden. Wann immer möglich, sollen bestehende Beziehungen und die bisherige Lebenswelt in die Krisenbewältigung einbezogen und eine Fortsetzung des Bisherigen ermöglicht werden.

Dem jeweiligen Bedarf und der Ausgangssituation angepaßt, entwickeln wir gemeinsam mit den Beteiligten kurz- oder längerfristige Intensivmaßnahmen (in der Regel unter 1:1-Betreuung) mit deutlich erlebnispädagogischem Ansatz. Diese Maßnahmen sind immer eingebettet in die vorherige und geplante anschließende Hilfe. Das heißt auch, dass die betreuenden Menschen aus beiden Phasen daran beteiligt sind, um Beziehungen zu erhalten bzw. zu initiieren. Deshalb soll die mögliche Anschlußperspektive so früh wie möglich (optimal schon von Beginn an) definiert werden.